IV News Gesundes Kinzigtal

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Editorial

Elf Jahre sind wir nun bereits unterwegs, um die Kinzigtäler Bevölkerung besser als anderswo zu versorgen und für ihre Gesundheit zu aktivieren. Das Jahr 2016 hat dabei schöne Erfolge gezeitigt aber uns auch aufgezeigt, welche Herausforderungen wir dabei noch zu bewältigen haben.

Die Grundlagen für die Zukunft haben wir gut gelegt: Mit 256 regelmäßigen Trainierenden in unserer Gesundheitswelt und dazu noch gut 100 Teilnehmern an den Rehasportgruppen zum Jahresende, mit dem erfolgreichen Pilottest des neuen Beratungsangebots „Meine Gesundheit“, mit dem verstärkten gegenseitigen Austausch in den Qualitätszirkeln, Projektgruppen und im Arzneimittelkonsil und mit der besseren „Anfassbarkeit“ des neuen Gebäudes der Gesundheitswelt und der Anerkennung, die wir dafür durch die Bevölkerung erfahren, sind wir dieses Jahr gut vorangekommen.

Unser betriebliches Gesundheitsmanagement erreicht immer mehr Betriebe im Kinzigtal, wir sind jetzt schon bei 12 Betrieben mit insgesamt 2300 Mitarbeitern und eine Reihe weiterer Betriebe kommen in den nächsten Wochen dazu. Die INSEA Selbstmanagement-Kurse bringen unseren Chronikern wirklich Hilfe, die Zahl der ärztlichen Leistungspartner und die Zahl der Kooperationspartner steigt und wir sind sehr guter Hoffnung, dass wir nach der Techniker Krankenkasse bald noch eine weitere Krankenkasse als Partner begrüßen können (und dann auch vollständig, d.h. im gleichen Maß wie AOK und LKK).

Mehr zu unseren Aktivitäten finden Sie in diesem Newsletter, schauen Sie aber auch gern auf unsere erneuerte Website.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein fröhliches Weihnachtsfest einen guten Jahreswechsel und dann ein gesundes neues Jahr,

Ihr Helmut Hildebrandt und das Team Gesundes Kinzigtal

 


BMBF-Projekt „Selbstbestimmt&Sicher“ zum Wohnen im Alter abgeschlossen

Damit gerade alleinstehende Menschen auch im hohen Alter in ihrem eigenen Zuhause sicher wohnen bleiben können, brauchen sie Unterstützung. Wie diese aussehen kann wurde in einem drei Jahre währenden Projekt getestet.

Ziel des Projekts war es, ein Netz für alle an der Versorgung einer Person beteiligten Akteure – also Pflegekräfte, Angehörige, ehrenamtliche Helfer, Ärzte und Krankenhäuser – zu knüpfen und zum Laufen zu bringen. Bewusst in einer ländlichen Region. „Denn hier sind die Bedingungen und Voraussetzungen natürlich viel schwieriger“, erläutert Christian Melle, Projektleiter bei Gesundes Kinzigtal: „Die Wege sind weiter, die technische Vernetzung über das Internet anspruchsvoller, und die flächendeckende Versorgung insgesamt aufwändiger.“

Ein regionaler Partner war der Caritasverband Kinzigtal mit seinen Sozialstationen und Pflegediensten. Daneben waren unter anderen die Vitakt Hausnotruf GmbH aus Rheine, die Hochschule Furtwangen, Vitapublic aus München sowie das Forschungszentrum Karlsruhe beteiligt. Nach drei Jahren ist das Projekt jetzt beendet. Das Fazit aller Beteiligten fällt positiv aus.

Das Besondere an „Selbstbestimmt und sicher“ sind die verschiedenen Module, die den Notruf auslösen. Zum einen gibt es den klassischen Knopf, der am Körper getragen wird. Zum anderen lässt sich das System auch mit Sensoren und Bewegungsmeldern sowie smarten Elektrogeräten ausstatten. Auf diese Weise kann ein Alarm ausgelöst werden, wenn sich ein Teilnehmer längere Zeit nicht bewegt, das Licht im Badezimmer oder die Kaffeemaschine morgens nicht angeschaltet wird.

Eine der Teilnehmerinnen war Gertrud Mäntele: „Ich möchte das nicht missen“, sagt die Seniorin, „es ist gut zu wissen, dass da jemand ist, der ein bisschen auf mich aufpasst.“ Sie muss es wissen: An einem Spätsommertag strickte sie in aller Seelenruhe im Wohnzimmer, als die Mitarbeiter von Vitakt Hausnotruf sie anriefen: „Hallo Frau Mäntele, hier ist die Vitakt-Servicezentrale. Ist alles okay bei Ihnen?“ Das System hatte registriert, dass sie sich über zwei Stunden in ihrer Wohnung nicht bewegt hatte und ein Signal nach Rheine geschickt, was zu einem Anruf bei der Seniorin führte. „Das beruhigt einen“, sagt sie rückblickend.

Einige Herausforderungen gab es in der Pilotphase jedoch auch zu überwinden. Denn nicht überall war beispielsweise ein ausreichender Breitbandanschluss vorhanden und auch die Funknetze sind in einigen Nebentälern nicht genügend ausgebaut. Teilweise mussten auch die Anwender das Projekt abbrechen, wenn sich ihre Lebens-und Wohnsituation veränderte, sie beispielsweise in ein Pflegeheim umziehen mussten. Die Teilnehmer, die bis zum Schluss dabei waren gaben dem Projekt jedoch durchweg positives Feedback.

 


Premiere für Frauen- und Männergesundheitstage in der Gesundheitswelt Kinzigtal

Frauengesundheitstag

Der erste Frauengesundheitstag in der Gesundheitswelt war ein voller Erfolg. Die teilnehmenden Frauen verbrachten einen Tag rund um das Thema Gesundheit in allen Facetten. Nach der Begrüßung startete das Programm mit einem Vortrag über die Frauengesundhei in den verschiedenen Lebensphasen von der Pubertät bis ins Alter. Im Anschluss hatten die Frauen die Gelegenheit, an verschiedenen Workshops teilzunehmen. Einer der Workshops beschäfigte sich mit dem Thema Familienplanung und Vorbereitung auf das Eltern werden. Er wurde von der Hebamme Claudia Brucher geleitet. Ein weiterer Workshop mit Leiterin Frau Reichmann von der AOK stellte eine Methode zur Selbstuntersuchung der Brust als Prävention zu Brustkrebs vor. Im dritten Workshop gab eine Fachärztin Tipps zum Umgang mit Wechseljahrsbeschwerden. Der vierte Workshop beschäftigte sich mit dem Thema Rolle der Frau in der Herausforderung zwischen Beruf und Familie.

In der Mittagspause wurden leckere Suppen und Brotaufstriche aus frischen Kräutern serviert wurden. Die Pause gab außerdem Gelegenheit für viele gute Gespräche und die Möglichkeit, die verschiedenen Stände zu frauenspezifischen Themen zu besuchen. Vertreten waren als Aussteller das Mädchen- und Frauengesundheitszentrum, die Caritas, die AOK, die Landschaftstherapeutinnen von Naturfühlungen, Säure-Basis-Beratung, Logopädin Gisler aus Haslach).

Im Anschluss hielt Gynäkologin Dr. Willa einen Vortrag zu den häufigsten Frauenkrankheiten.

Die Schnupperkurse boten danach Gelegenheit, verschiedene Angebote wie Lach-Yoga, Achtsamkeitstraining oder Beckenbodenübungen auszuprobieren.

Für das kommende Jahr plant Gesundes Kinzigtal eine neue Auflage des Frauengesundheitstages.

 

Männergesundheitstag

Männer und Gesundheit – zwei Welten prallen aufeinander. In anderen Worten: Während Gesundheit bei Frauen und Mädchen eine große Rolle im Alltag spielen, scheint es bei Männern und Jungs nicht so zu sein. Über Gesundheit reden, sich austauschen und im geschützten Raum all die Fragen stellen, die einen Mann umtreiben: Das war das Ziel des ersten Männergesundheitstags in Hausach.

Die Veranstaltung war bewusst in zwei Teile gegliedert: Am Anfang stand die Information. Urologe Dr. Jochen Stürner aus Haslach berichtete nicht nur aus dem Praxisalltag und von den häufigsten Fragen, die er dann beantwortete. Er nahm sich auch Zeit, um auf die Belange der Teilnehmer einzugehen. Chemiker Prof. Andreas Faht zeigte anschließend, wie wichtig Motivation zum Erreichen von Zielen ist. Er muss es wissen: Schließlich ist er den Rhein von der Mündung bis zur Nordsee hinuntergeschwommen. Unternehmensberater Ulrich Bergmann-Charbonnier regte in seinem Beitrag zum Nachdenken über das Geschlechterverhältnis und die Rolle des Mannes an.

Nach der Mittagspause wurde aus der Veranstaltung eine runde Sache: Nicht nur, dass alle Teilnehmer und Referenten einen Kreis bildeten, sondern auch weil nun der Austausch gefördert wurde. Das hatte zur Folge, dass Fragen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und diskutiert wurden. Dazu trug auch Dietmar Krieger bei, Initiator der Männergruppe Offenburg und ehrenamtlicher Hospizbegleiter.

Am Ende stand für alle Beteiligten – Referenten und Besucher – fest, dass der Austausch zu bewegenden Themen wie Gesundheit, Leiden, Trauer oder Ehe und Freundschaft einen höheren Stellenwert einnehmen sollte. Die klare Ansage an Gesundes Kinzigtal: So einen Tag braucht es immer wieder. Und je mehr Männer daran teilnehmen, desto besser.

 


Radbonus-APP: Die Kinzigtäler haben eine Weltumrundung geschafft

Radeln ist gesund. Doch in diesem Frühjahr und Sommer gab es einen weiteren Grund, sich auf den Sattel zu schwingen. Denn die gefahrenen Kilometer konnten mit der Radbonus-App, die kostenlos für iPhone und Android-Geräte erhältlich ist, aufgezeichnet werden. Wer viele Kilometer fuhr oder bestimmte Herausforderungen – sogenannte Challenges – allein oder mit einer Gruppe zusammen meisterte, durfte sich über Vergünstigungen oder besondere Angebote in vielen Online-Shops sowie bei Anbietern in der Region freuen. Bonuspartner waren der Europa Park Rust, die Vogtsbauernhöfe, die Sportgeschäfte Sandhas in Haslach und Sport Beck in Zell, Edeka Bruder in Zell und Steinach und Segtours Black Forest.

Da lediglich eine ID-Nummer zugewiesen wurde, mussten auch keine persönlichen Daten eingegeben werden. Schließlich wurden allein die gefahrenen Kilometer gesammelt und ausgewertet.

Am Äquator besitzt unsere Erde einen Umfang von circa 40 070 Kilometer. Auf genau 47 373 Kilometer kamen die Radfahrer, die sich die Radbonus-App und den Code von Gesundes Kinzigtal, der bis Ende September gültig war, auf ihr Smartphone geladen hatten. Dementsprechend sind unsere Teilnehmer mehr als einmal um die ganze Welt geradelt!

Weitere Infos über die App finden Sie hier: www.radbonus.de. Einen kurzen Einblick über die Funktion und das Radeln im Kinzigtal gibt unser kleiner Image-Film, den Sie auf Youtube ansehen können.

 


Neue Mitgliederbefragung: Eingeschriebene leben gesünder

Jedes dritte Mitglied von Gesundes Kinzigtal gibt an, seit seiner Einschreibung in die Integrierte Versorgung gesünder zu leben.
Dies ist das positive Ergebnis der zweiten „Gesundes Kinzigtal-Mitgliederbefragung“ (GeKiM). Die erste Mitgliederbefragung wurde 2014 veröffentlicht.

Die Befragung erfasst die Zufriedenheit, die gesundheitsbezogene Lebensqualität sowie die Einschätzungen des Gesundheitsverhaltens der eingeschriebenen Mitglieder von Gesundes Kinzigtal.
In den meisten Fällen gibt es sogar einen Anstieg im Vergleich zur ersten Befragung. 30,7 Prozent der Mitglieder sagten, sie würden jetzt gesünder leben als vor der Einschreibung. Ein Anstieg von – alters- und geschlechtsadjustiert – 5,2 Prozentpunkten gegenüber der ersten Befragung. Und 58,1 Prozent der Mitglieder teilten mit, über mehr Gesundheitswissen als vor der Einschreibung zu verfügen. Die Frage, ob sie sich gesundheitlich besser betreut fühlen, bejahten 41,5 Prozent der Mitglieder.

Die Zufriedenheit der Mitglieder mit der Integrierten Versorgung im Kinzigtal bleibt konstant auf hohem Niveau. 91,8 Prozent gaben an, sie würden die Mitgliedschaft auch Freunden oder Verwandten bestimmt oder wahrscheinlich weiterempfehlen. Die Hauptgründe für die Weiterempfehlungsbereitschaft sind die gesundheitliche Betreuung im Kinzigtal, das erworbene Gesundheitswissen der Mitglieder und deren Zufriedenheit mit ihrem Arzt.
In der aktuellen GeKiM-Studie wurden die Mitglieder erstmals umfassend zur ihrer Einstellung zu dem Modell des aktiven Patienten befragt. Aktivierte und gesundheitskompetente Patienten haben bessere Behandlungserfolge vor allem bei chronischen Erkrankungen und können sich ein besseres Maß an Gesundheit erhalten.
Auf der Basis des Befragungsinstruments PAM13-D wurden die Mitglieder in vier Kategorien eingeteilt, die den unter-schiedlichen Aktivierungsgrad wider-spiegeln.
Knapp 50 Prozent aller befragten Mitglieder von Gesundes Kinzigtal haben den Status eines aktiven Patienten erreicht, gut 22 Prozent beginnen bereits, aktiv zu handeln, während 28 Prozent noch als wenig oder gar nicht aktiv gelten können. Interessant dabei: der Aktivierungsgrad schwankt von Praxis zu Praxis teilweise deutlich. Daraus schließen wir, dass es möglich ist, noch weit mehr Mitglieder zu aktiven Patienten zu machen, als bisher bereits geschehen.
Die Befragung zur zweiten Studie fand zwischen Januar und Mai 2015 statt. Es wurden insgesamt 3.471 Fragebögen an Mitglieder von Gesundes Kinzigtal verschickt. Die Rücklaufquote fiel mit 24,9 Prozent etwas höher aus als in der ersten Studie. Die Befragungsteilnehmer waren zu 56 Prozent weiblich und zu 44 Prozent männlich. Ihr Durchschnittsalter betrug 57,9 Jahre. Gut 60 Prozent gaben an, einen Haupt- bzw. Volksschulabschluss zu haben, und die Mehrheit der Befragungsteilnehmer hat eine chronische Krankheit (54,9 Prozent).

Auch die Ärztezeitung hat unsere Pressemeldung zur Gekim-Befragung aufgenommen. Den Artikel finden Sie hier.

 


gesund+aktiv: Trainingswelt

Die Trainingswelt gesund+aktiv, die ihre Heimat in der Gesundheitswelt Kinzigtal hat kann nach dem ersten Jahr eine erfreuliche Bilanz ziehen: seit Januar 2016 haben sich über 260 Kinzigtäler für eine Mitgliedschaft entschieden. Das Konzept eines medizinischen Kräftigungstrainings unter persönlicher Betreuung durch ausgebildetes Fachpersonal stößt auf gute Resonanz in allen Altersgruppen.

Die älteste Trainierende ist sogar bereits 83 Jahre alt. Im folgenden möchten wir sie Ihnen kurz vorstellen:

Brigitta Wiese wurde in Schlesien geboren und floh als 12jährige mit Mutter und Großmutter nach Niedersachsen. Dort arbeitete sie bei einem Bauern auf dem Hof mit, ohne in der Zeit die Schule besuchen zu können.

1954 kam sie mit der Mutter, deren neuem Lebensgefährten (der Vater blieb im Krieg) und zwei Halbgeschwistern nach Hausach. Dort gründete sie gemeinsam mit ihrem Mann eine Kunststofffabrik, in der sie immer voll mitgearbeitet hat, auch als die beiden Söhne klein waren. Ihr Mann starb vor acht Jahren. Ihn als auch ihre Mutter hat sie lange Jahre gepflegt. Einer der Söhne hat das Unternehmen übernommen. Sie unterstützt immer noch im Unternehmen, wenn ihre Hilfe gebraucht wird, außerdem kocht sie jeden Tag und hält das Haus in Schuss.

Gesundheitlich geht es ihr gut, nur mit dem Rücken hat sie ab und an Probleme, hier muss sie auch Tabletten nehmen. Außerdem hat sie eine neue Hüfte bekommen. Hier hat sie aber schon in der Reha versucht, so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu kommen. Sie ist seit 2007 Mitglied bei Gesundes Kinzigtal, weil unser Konzept der Vorsorge sie überzeugt hat. Als die Gesundheitswelt direkt in ihrer Nachbarschaft eröffnet hat war gleich klar, dass sie zum Training hierher kommen möchte. Seit Januar trainiert sie zwei mal wöchentlich dort und fühlt sich dort bestens betreut. Auch in den Alltag integriert sie Bewegung, sie benützt beispielsweise nie den Aufzug sondern geht immer alle Treppen zu Fuß. Immer noch gebraucht zu werden und die Söhne zu unterstützen hält sie jung und fit. „Man muss immer dran bleiben, das hält gesund.“

Über das Gerätetraining hinaus bietet die Kurswelt gesund+aktiv noch eine Reihe von Kursen aus den Bereichen Bewegung und Entspannung an. In Kooperation mit dem TV Hausach finden in der Gesundheitswelt bereits 6 Rehasportkurse statt, die Wartelisten für die nächsten Kurse sind ebenfalls schon voll, so dass der Bedarf die Nachfrage weit übersteigt. Weitere Informationen zur Trainingswelt erhalten Sie hier.

 


Helmut Hildebrandt bekommt Ehrendoktor

Dr. h.c. Helmut Hildenbrandt mit Dekan Prof. Wirth bei der Verleihung

„Knausrig“, so begann der Präsident der Universität Witten-Herdecke seine Begrüßung bei der akademischen Feier zur Ehrendoktorverleihung an Helmut Hildebrandt, knausrig sei die Universität mit ihrem Recht, besondere Verdienste durch die Verleihung eines Doktortitels zu ehren, bisher umgegangen. In der 33jährigen Geschichte der Universität sei dies nur 26 Mal geschehen. Daher sei die Verleihung dieses Titels eine besondere Ehre.

Viele Wegbegleiter von Helmut Hildebrandt, Familie, Freunde, Mitarbeiter, Ärzte und Vertreter der Fakultät für Gesundheit der Universität verfolgten die Laudationes der verschiedenen Redner.

Zu Beginn ging Prof. Alf Trojan, auch er ein langjähriger Weggefährte Helmut Hildebrandts, insbesondere auf die prägenden Ereignisse und Anfänge der Beschäftigung des Geehrten mit dem Thema Gesundheit ein. Für den Bund der Pfadfinder hatte er ganz zu Beginn seiner Karriere einen Abenteuerspielplatz in Frankfurt geplant und umgesetzt. Das Pfade finden und die Lust am Abenteuer haben auch sein weiteres Wirken stark geprägt.

Auf die wichtigste Eigenschaft eines sozialen Unternehmertums ging die zweite Rednerin Frau Prof. Bohnet-Joschko ein. Das Potential, Dinge zu sehen, die andere nicht sehen können und das Vertrauen, diese Ideen und ungewöhnliche Herangehensweisen auch gegen Widerstände durchzusetzen sah sie als die wichtigste Grundlage für den Erfolg des „Hildebrandt-Modells, das heute am Augenfälligsten in der Gesundes Kinzigtal GmbH umgesetzt wird.

Überhaupt Gesundes Kinzigtal: jeder der Redner ging auf die nun schon 10-jährige Erfolgsgeschichte Gesundes Kinzigtal ein. Auch die Ärzteschaft des MQNK erhielt lobende Worte für die Offenheit und das Vertrauen, das sie Helmut Hildebrandt entgegengebracht und ohne das Gesundes Kinzigtal nicht verwirklicht hätte werden können. Die Auszeichnung gelte in diesem Fall auch dem Ärztenetz.

Weitere Fotos und ein Video der Rede von Prof. Dr. Max Geraedts finden Sie auf flickr und Youtube.

 


Bericht vom Parlamentarischen Abend Berlin

Der am 6. Juni veranstaltete Parlamentarischen Abend von Gesundes Kinzigtal, MQNK und OptiMedis in Berlin war ein voller Erfolg. Mehr als 200 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt um trotz der schönen Sommerwetters einen Abend in der Landesvertretung von Baden-Württemberg zu verbringen.
Die neue Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Soziales und Integration, Bärbl Mielich, machte in ihrem Grußwort deutlich:

„Das Sozial- und Integrationsministerium steht hinter dem Modell Gesundes Kinzigtal. Wir sehen darin für ganz Baden-Württemberg ein Vorbild für eine regionale Übernahme von Versorgungsverantwortung. Mit seinem Konzept einer gesundheitlichen Versorgung, die ganzheitlich, sektorenübergreifend, interprofessionell und innovativ ist, hat Gesundes Kinzigtal einen neuen Weg beschritten, der auf eine umfassende Versorgung setzt und gleichzeitig die Eigenverantwortung der Patientinnen und Patienten stärkt. Für uns ein erfolgreiches Zukunftsmodell.“

Weitere Redner des Abends waren unter anderem die Bundestagsabgeordneten Hilde Mattheis (SPD), Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen) und Kordula Kovac (CDU), deren Wahlkreis im Kinzigtal liegt, Vertreter der beiden Vertragspartnerkassen, Thilo Stenzel von der AOK Baden-Württemberg und Reinhold Knittel von der SVLFG, sowie der Gesundheitsexperte Prof. Dr. Gerd Glaeske. Martin Wetzel vertrat außerdem als Vorstand des MQNK die Ärzteschaft und berichtete aus diesem Blickwinkel über die vergangenen 10 Jahre der Zusammenarbeit.

Erstmals verkündetet die AOK an diesem Abend auch öffentlich, dass 2017 eine weitere Region in Baden-Württemberg nach dem Kinzigtal Ansatz ausgeschrieben werden soll. Weiterhin berichtete Herr Vogt, Vorstand der TK in Baden-Württemberg davon, dass auch TK Versicherte im Kinzigtal jetzt von einigen der Versorgungsprogramme profitieren können. Alles in allem war es ein runder Abend, an dem Gesundes Kinzigtal und damit alle Mitarbeiter, Partner und Unterstützer viel Lob erhielt und noch einmal den Erfolg des Modells für alle Teilnehmer anschaubar machte.

Weitere Fotos und Videos der Redner finden Sie auf flickr und Youtube.


INSEA - Selbstmanagement hilft im Alltag

Chronische Erkrankungen beeinflussen den Alltag massiv: Die Medikamenteneinnahme unterliegt genauen Zeiten, die Bewegungsfähigkeit ist – oft wegen Schmerzen – eingeschränkt, und die Psyche spielt nicht immer mit.

Das belastet nicht nur den Erkrankten, sondern häufig auch die Familie und Partner. Um diesen Einschränkungen entgegenzuwirken, bietet Gesundes Kinzigtal kostenlose INSEA-Selbstma-nagementkurse „Gesund und aktiv leben“ an. Die sechs Einheiten dauern jeweils zweieinhalb Stunden inklusive Pause, damit es genügend Zeit für die jeweiligen Themen und für den Austausch untereinander gibt. Das Besondere an den Kursen: „Von den beiden Personen, die den Kurs leiten, ist eine selbst oder indirekt von einer chronischen Erkrankung betroffen“, erläutert Janina Stunder, Projektleiterin bei Gesundes Kinzigtal.

Die sechs Einheiten bestehen aus theoretischen und praktischen Themen. „Wie gehe ich mit Schmerzen um, wie bereite ich mich auf einen Routinebesuch beim Arzt vor, wie ernähre ich mich ausgewogen, wie halte ich es mit der Einnahme von Medikamenten?“ All diese Fragen – „und viele andere mehr“ – werden vorgestellt und miteinander besprochen, erläutert Janina Stunder, die selbst auch als Kursleiterin ausgebildet ist.

Die Themen, die im Kurs „Gesund und aktiv leben“ angesprochen werden, sind vielfältig. Genauso wie die Herausforderungen, die eine chronische Erkrankung mit sich bringt. „Es muss natürlich jeder seinen eigenen Weg finden.“ Aus diesem Grund erhalten die Teilnehmer praktische Handlungsrichtlinien und Werkzeuge, die ihnen das Leben mit ihrer Erkrankung erleichtern sollen.

Die INSEA-Selbstmanagementkurse „Gesund und aktiv leben“ orientieren sich am bewährten „Chronic Disease Self-Management Program“ (CDSMP) der US-amerikanischen Stanford-Universität und werden gefördert von der Careum-Stiftung. Die Umsetzung in Deutschland wird ermöglicht durch die Robert-Bosch-Stiftung und BARMER GEK.

 


Selbsthilfe im Kinzigtal stärken – Pilotprojekt startet

Selbsthilfegruppen sind für viele Menschen eine wichtige Unterstützung im Umgang mit ihrer Krankheit. Sie können Hilfestellung bei der Bewältigung vieler Probleme bieten und bieten wichtige soziale Kontakte. Allein das Wissen, mit einer Erkrankung nicht allein zu sein trägt häufig sehr viel zur Krankheitsbewältigung bei und kann die Teilnehmer sehr bestärken, selbst aktiv mit ihrer Krankheit umzugehen. Das ist ein Ziel, das auch bei Gesundes Kinzigtal eine große Rolle in der verbesserten Versorgung seiner Mitglieder spielt.

Von daher ist es nur folgerichtig, bei einem Pilotprojekt zur Selbsthilfefreundlichkeit in regionalen Netzwerken dabei zu sein. Das Projekt hat das Ziel, den Gedanken der Selbsthilfefreundlichkeit bei allen Partnern unseres Netzwerkes zu verankern. Initiator des Pilotprojekts ist das Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit, das bundesweit und praxisnah die enge Zusammenarbeit von Selbsthilfe und professionellem Gesundheitswesen unterstützt. Regionaler Partner ist die Kontaktstelle Selbsthilfe des Ortenaukreises. Als erster Schritt der Pilotphase wurde der Status Quo der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen durch eine Umfrage bei allen Leistungspartnern von Gesundes Kinzigtal erhoben.

Dabei stellte sich heraus, dass die wenigsten Einrichtungen bisher mit Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten, das aber gerne ausbauen würden. Durch einen Steuerungskreis und verschiedenen Qualitätszirkel, an denen auch Selbsthilfegruppen teilnehmen werden soll gemeinsam überlegt werden, wie Infomationen zu bestehenden Gruppen in die jeweiligen Einrichtungen transportiert werden können. Außerdem sollen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Thema Selbsthilfe fortgebildet und Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen benannt werden. Im Steuerungskreis sind Vertreter aller Leistungspartnergruppen von Gesundes Kinzigtal aus Krankenhaus, Pflege und Arztpraxen vertreten. Als Auftakt des Pilotprojektes gab es am Dienstag ein Pressegespräch. Sowohl das Offenburger Tageblatt als auch der Schwarzwälder Bote berichteten im Anschluss.

 


Netzwerk Gesunde Betriebe

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist keine Frage der Unternehmensgröße, es hilft kleinen und mittleren Betrieben genauso wie großen Konzernen und Firmengruppen. Doch die dafür zusätzlich benötigten Ressourcen stehen nicht jedem Unternehmen zur Verfügung. Das Netzwerk Gesunde Betriebe bietet darum gerade für kleine und mittlere Unternehmen eine Mitgliedschaft an.

Mit frei wählbaren Angeboten aus einer Fülle von Möglichkeiten, gemeinsamen Strukturen innerhalb des Netzwerks und einer Zusammenarbeit über Branchen hinweg, sorgt das Netzwerk Gesunde Betriebe für ein Mehr an Gesundheit und Kooperation im Kinzigtal sowie darüber hinaus. Gegen eine geringe Mitgliedsgebühr erhalten die Unternehmen für ihre Mitarbeiter Vergünstigungen bei gesundheitsfördernden Angeboten, nehmen kostenfrei an Netzwerk-Treffen mit Fachvorträgen teil, profitieren vom Erfahrungsaustausch der Netzwerkmitglieder und werden der Öffentlichkeit als „gesunder Arbeitgeber“ präsentiert.

In Kooperation mit anderen kleineren Unternehmen werden Leistungen nicht nur bezahlbar, sondern oft auch überhaupt erst möglich. Um die Organisation und den Ablauf kümmert sich Gesundes Kinzigtal. Aktuell sind folgende 12 Unternehmen mit ca. 2300 Mitarbeitern Mitglied im Netzwerk Gesundes Betriebe: Karl Knauer KG, Hydro Systems KG, Paul-Gerhardt-Werk e.V., Agil Event GmbH, Bonifazhof Schapbach, Rehaklinik Klausenbach, Streit Service & Solution, Gesundes Kinzigtal GmbH, Neumayer Tekfor GmbH, Stephanus Haus Hornberg, Seniorenzentrum Am Schlossberg GmbH, DRK Kreisverband Wolfach e.V. Weitere Unternehmen werden zum 01. Januar 2017 dazukommen. Im vergangenen Jahr fanden folgende Veranstaltungen für die Mitgliedsunternehmen statt:

  • März 2016: Netzwerk-Treffen in Zell a.H. zum Thema „Unternehmenskultur“
  • April 2016: Vorstellung des BGM-Netzwerks beim Gesundheitskongress „Salut“ in Saarbrücken
  • Juli 2016: „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ – Seminar für Vertreter der Netzwerkbetriebe
  • Oktober 2016: „Betriebliches Anwesenheitsmanagement“ – Seminar für Vertreter der Netzwerkbetriebe
  • November 2016: „Gesund managen“ – Seminar für Vertreter der Netzwerkbetriebe

Darüber hinaus gab es diverse weitere Aktionen in den Mitgliedsbetrieben. Sie sind auch interessiert an einer Mitgliedschaft im Netzwerk? Unter http://www.gesundes-kinzigtal.de/gesunde-betriebe-kinzigtal/ finden Sie weitere Informationen und Ansprechpartner.

 


Neues Beratungsangebot „Meine Gesundheit“

Unsere Gesundheit wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst. Auf einige haben wir Einfluss, einfach indem wir uns bewegen, gesund ernähren und gezielt entspannen. Seit 2006 hat Gesundes Kinzigtal darum verschieden Gesundheitsprogramme für chronische Krankheiten wie Osteoporose, Rückenschmerz und Bluthochdruck entwickelt, die von zahlreichen Mitgliedern genutzt wurden. Im vergangenen Jahr wurden diese Programme jedoch überarbeitet und in ein neues Gesamtkonzept zusammengeführt.

Daraus ist die Beratung „Meine Gesundheit“ entstanden. Der Vorteil bei diesem neuen Angebot ist die große Flexibilität an Angeboten und Maßnahmen, aus denen das Mitglied das für sich richtige und passende auswählen kann. Grundlage für ihre Beratung ist die Überweisung des Arztes, auf der zugleich erste Empfehlungen, der Gesundheitszustand des Versicherten sowie dessen individuelle Anforderungen notiert sind.

Gemeinsam werden dort die persönlichen Ziele ermittelt und dazu passende Angebote, Termine und Kurse ausgewählt. Das kann etwa ein Nordic-Walking-Kurs beim Sportverein im Nachbarort sein, wenn der Versicherte Lust an der Bewegung an frischer Luft hat. Genauso gut können sich aber auch ein Faszien-Training in der Gesundheitswelt oder ein Osteoporose-Training beim Physiotherapeuten wiederfinden. Nach der Beratung besteht für jeden Patienten die Möglichkeit, die Zusammenfassung mit den Empfehlungen gemeinsam mit dem Hausarzt in Ruhe durchzusprechen, um noch mehr Sicherheit zu erhalten. Denn natürlich ist der Arzt über die Beratung und die Vorschläge informiert; er erhält im Anschluss an das Gespräch vom Berater eine direkte Rückmeldung. Damit ist er nicht nur informiert, sondern in der Lage, die Empfehlungen zu unterstützen und Veränderungen besser einzuordnen.

Derzeit befindet sich „Meine Gesundheit“ in der Pilotphase. Beratungsorte sind derzeit Hausach und Gengenbach. Langfristig ist geplant, breit über das Kinzigtal hinweg verschiedene Beratungsorte anzubieten, so dass die Wege für die Mitglieder kurz bleiben.

 


Einfach, schnell, übersichtlich – Neue Website von Gesundes Kinzigtal

Ein Dach für alle Gesundheitsthemen im Kinzigtal: Das ist die neue Homepage von Gesundes Kinzigtal. Von Ernährung über Sport- und Gesundheitskurse, Vorträge und natürlich einer praktischen Arztsuche gibt es auf gesundes-kinzigtal.de vieles zu entdecken und einfach zu finden – und das selbstverständlich barrierefrei.

Aufgeräumt, freundlich, hell und übersichtlich präsentiert sich die neue Startseite, von der aus alle Angebote von Gesundes Kinzigtal leicht und direkt zu erreichen sind. Auf einen Blick erfahren Besucher der Homepage dort die aktuellen Kurs- und Veranstaltungstermine in der Gesundheitswelt und bei unseren Partnern, können einen Haus- oder Facharzt finden sowie unsere neuesten Nachrichten.

Ganz gleich ob es sich Workshops für Arbeitnehmer aus dem Geschäftsbereich Gesunde Betriebe, Weiterbildungsangebote für Kindergartenpersonal oder Fachvorträge für alle Interessierten handelt: Ein Klick reicht, um die Termine im Kalender übersichtlich und nach Interessen geordnet anzuzeigen. Und die Anmeldung für viele Angebote ist nun auch einfacher, da sie online möglich ist.

Selbstverständlich bietet die neue Homepage auch alle Informationen rund um Gesundes Kinzigtal, die integrierte Versorgung, dem Unternehmen an sich sowie den verschiedenen Aktivitäten. Wir haben unsere Angebote, die bisher auf verschiedenen Seiten erreichbar waren, hier gebündelt und damit leichter zugänglich gemacht. Die Seite erreichen Sie wie gewohnt über die Adresse www.gesundes-kinzigtal.de. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

 


Techniker wird Partner von Gesundes Kinzigtal

Seit diesem Sommer unterstützt die Techniker Krankenkasse (TK) ihre Versicherten bei der Teilnahme an vielen Gesundheitsprogrammen von Gesundes Kinzigtal.

Zu den Angeboten, bei deren Teilnahme TK-Versicherte finanziell unterstützt werden, zählen „Starkes Herz – gezielt gegen Herzschwäche, „Gesundes Gewicht – jetzt gehe ich es an“, „Starker Rückhalt – mein gesunder Rücken“, „Starke Muskeln – Feste Knochen“ und „Im Gleichgewicht – meinen Blutdruck im Griff“.

Primäres Ziel dieser Angebote ist es, die Ursachen der jeweiligen Gesundheitseinschränkung zu erfahren und in der Gemeinschaft sowie mit Unterstützung von Fachkräften einen

besseren Umgang mit ihr zu finden. Je nach Gesundheitsprogramm besteht es aus mehreren Modulen mit unterschiedlichen Inhalten. Bei „Gesunder Rücken“ sind das zum Beispiel drei ärztliche Fachvorträge, mehrere Bewegungseinheiten, Entspannungsübungen sowie eine Eingangs- und eine Ausgangsuntersuchung inklusive Nachbesprechung mit dem jeweiligen Hausarzt. Benötigt wird lediglich eine Bestätigung des Arztes, der Leistungspartner von Gesundes Kinzigtal sein muss, dass er eine Schulung befürworte. Von der Praxis erhalten Interessierte auch einen Antrag für die TK, die nach Bewilligung einen großen Teil der Kurskosten übernimmt.

 


Sieger im Wettbewerb „Intelligente Regionen Deutschlands“

Gesundes Kinzigtal wurde im Wettbewerb „Intelligente Regionen Deutschlands“ unter 105 Bewerbern mit dem 1. Platz ausgezeichnet.

Vom 08. Februar bis zum 16. Mai 2016 suchten das Ministerium für Wirtschaft und Energie nach den bundesweiten regionalen Projekten, Initiativen und Vorhaben zur Intelligenten Vernetzung. Die 105 auf der Open-Innovation-Plattform eingereichten Projekte im Rahmen der Kampagne verdeutlichen die Potenziale für Kommunen und Regionen auf dem Weg zu smarten und intelligent vernetzten Standorten.

Die Initiative Intelligente Vernetzung wählte mit einer  Jury aus Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der Initiative Intelligente Vernetzung, des Verbandes kommunaler Unternehmen, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sowie des Deutschen Städte- und Landkreistages Gesundes Kinzigtal als Best-Practice-Beispiel für Vernetzung auf allen Ebenen aus.

Die Jurorin Dr. Daniela Brönstrup sagt über den Sieger: „In Zukunft müssen wir digitale Möglichkeiten viel stärker nutzen, um die Dienstleistungen im Gesundheitsbereich – in der Stadt und auf dem Land – sinnvoll zum Wohle der Patienten zu verknüpfen. Hier ist das Netzwerk Gesundes Kinzigtal Vorbild und Vorreiter: Ein Netzwerk von Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten und anderen Gesundheitsdienstleitern arbeitet auf Basis einer elektronischen Gesundheitsakte eng zusammen. So können Doppeluntersuchungen verhindert, Prävention gefördert und eine optimale Versorgung der Patienten sichergestellt werden.“

Mit der Prämierung erhält Gesundes Kinzigtal ein ausführliches Portrait auf der Webseite der Initiative Intelligente Vernetzung und in einer geplanten Online-Publikation zu Intelligenten Regionen.

Des Weiteren werden die Gewinner bei der Konferenz „Intelligente Regionen“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und der Initiative Intelligente Vernetzung am 20. Oktober 2016 in Berlin prämiert.

Mehr zum Wettbewerb und den anderen Preisträgern finden Sie hier.

Auch das Offenburger Tageblatt berichtete heute über den Preis. Sie finden den Artikel, der allerdings ein paar kleine Fehler enthält hier.

 


Reduktion von Antibiotikaverordnungen im Kinzigtal

Antibiotika sind Segen und Fluch zugleich. Bei vielen bakteriellen Erkrankungen helfen diese Medikamente effektiv und können mitunter Leben retten. Zunehmend kommt es jedoch zu Resistenzen von Bakterien gegenüber Antibiotika, die auf einen unsachgemäßen Umgang zurückzuführen sind. Demzufolge initiiert Gesundes Kinzigtal eine Reihe von Aktivitäten, um Ärzte als auch Patienten im Rahmen der Patientensicherheit über Antibiotika aufzuklären. Ziel der Projekte ist es Patienten und Ärzte für eine richtige Antibiotikaeinnahme zu sensibilisieren, um somit die unsachgemäße Verordnungsrate zu senken, den Gesundheitszustand der Patienten nicht unnötig zu belasten und letztlich Resistenzen vorzubeugen. Durch die Reduktion der Antibiotikaverordnungen können zum einen teilweise schwerwiegende Nebenwirkungen beim Patienten verhindert werden und auf die Gesamtbevölkerung gesehen, die Resistenzrate verringert werden.

Gesundes Kinzigtal organisiert seit 2011 regelmäßig das Arzneimittelkonsil, eine interdisziplinäre Fortbildung zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten wie u.a. Antibiotikaeinsatz. Die Teilnehmer können anhand dieser interaktiven Fortbildung ihr bereits vorhandenes Wissen auffrischen und neue Erkenntnisse mitnehmen, die sie bereits am nächsten Tag in der Praxis umsetzen.

Neben der diagnostischen Unterstützung in der Praxis, ist die Fortbildung der Ärzte und Apotheker und die Aufklärung der Patienten ein wichtiges Instrument, um die unnötige Verordnungsrate zu senken. Im Rahmen der Aufklärungskampagne „Gezielt oder gar nicht“ wurden die Patienten für das Thema Antibiotika sensibilisiert. Gesundes Kinzigtal nutzt die gezielte Ansprache über Informationsmaterialien wie Poster, Handzettel, Praxis TV und Zeitungsberichte und auch über Gesundheitsvorträge. Zur Verhinderung unnötiger Antibiotikaverordnungen spielt auch die richtige Diagnostik eine wesentliche Rolle. Gesundes Kinzigtal startete im Sept. 2016 ein dreimonatiges Pilotprojekt zur CRP Messung. Ein Schnelltest auf das C-reaktive Protein (CRP) kann bei der Entscheidung helfen, ob ein Antibiotikum wirklich notwendig ist, denn niedrige CRP Ergebnisse können eine ernste bakterielle Infektion effektiv ausschließen. Bei einem erfolgreichen Abschluss der Testphase soll das Messgerät flächendeckend im Kinzigtal eingesetzt werden.

Die Auswertung zeigt, dass in allen Altersklassen bei Gesundes Kinzigtal absolut weniger Antibiotika-Tagesdosen verordnet werden im Vergleich zu Gesamtdeutschland und Baden-Württemberg. Beim Vergleich der hausärztlichen Leistungserbringer im Kinzigtal zeigt sich, dass bei den Leistungspartnern (LP) von Gesundes Kinzigtal, also den Ärzten, die die Möglichkeit haben, an den Fortbildungen, Projekten und Aufklärungskampagnen teilzunehmen, durchgängig rückläufige Tendenzen im Verordnungsverhalten zu beobachten sind.

 


Redaktion: Gesundes Kinzigtal

Wir freuen uns über Ihre Rückmeldung oder Anregungen an
s.hynek@gesundes-kinzigtal.de