Kräuter – da denken die meisten Menschen an Thymian, Basilikum oder Oregano und den typischen Geschmack der mediterranen Küche. Doch Kräuter sind viel mehr als Gewürz und müssen nicht aus Italien stammen, sagt Nicole Oeser. Die Hausacherin ist Heilpflanzenfachfrau und zertifizierte Naturpädagogin. Sie nutzt heimische Gewächse wie Spitzwegerich, Zitronenmelisse und viele andere nicht nur in der Küche, sondern auch im Alltag. Ihr Wissen gibt sie gerne in Seminaren, Kochkursen und auf Wanderungen weiter. „Der Schwarzwald hat eine großartige Fülle an Kräutern“, sagt die Expertin. Viele der heimischen Kräuter lassen sich sowohl in der Hausapotheke als auch Küche verwenden. Dabei sorgen Girsch, Schafgarbe und Co. nicht nur für ein Geschmacksplus, sondern können auch ihre gesundheitliche Wirkung entfalten.

 

Rezept "Wilde Wiesensuppe"

Für die „Wilde Wiesensuppe“ benötigen Sie 

  • 30 Gramm Dinkelmehl
  • 40 Gramm Butter (oder Butter und Olivenöl)
  • 500 Gramm Wildkräuter pro Liter Suppe (zum Beispiel Bärlauch, Brennnessel, Huflattich, Giersch, Löwenzahn, Kerbel, Spitzwegerich oder …)
  • Milch und/oder Wasser
  • Gemüsebrühe
  • Salz und Pfeffer 

Zubereitung

  1. Das Dinkelmehl in der Butter (oder in Olivenöl mit Butter) leicht anschwitzen. Man kann auch umgekehrt zuerst die Kräuter kurz in der Butter leicht anrösten und dann das Mehl drüber streuen.
  2. Pro Liter Suppe circa 500 Gramm fein gewiegte oder gehackte Wildkräuter dazugeben.
  3. Immer wieder im Wechsel mit Wasser oder Milch (kann auch gut nur mit Wasser gemacht werden) ablöschen und kurz reduzieren lassen. Das macht die Suppe schön cremig.
  4. Mit etwas (wenig) Gemüsebrühe und abschließend abschmecken

Guten Appetit

Kurs: Wir kochen ein Wildkräutermenü

 19. September 2019