Gesundes Kinzigtal ist Teil eines bundesweiten Forschungsprojekts zur Covid-19-Bekämpfung. In diesem Projekt geht es um Strategien für Unternehmen in der Pandemie. Denn jedes Unternehmen – sei es ein Pflegeheim, ein Krankenhaus, Stadtwerke oder eine Metzgerei – steht aktuell vor einer großen Herausforderung: Auf der einen Seite muss der Betrieb aufrechterhalten werden, auf der anderen Seite sollen Beschäftigte gesund bleiben. Um handlungsfähig zu bleiben und im Bedarfsfall rasch sowie verantwortungsvoll zu reagieren, „brauchen Unternehmen eine Strategie und Handlungshilfen zum Umgang mit dem Coronavirus“, sagt Janina Stunder, Expertin für Betriebliches Gesundheitsmanagement und Gesundheitsförderung von Gesundes Kinzigtal. Und an der Entwicklung und Evaluation so eines Konzepts beteiligen wir uns aktuell. Ein Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist CoviSecure.

Grundlage dieser Strategie ist das Projekt B-FAST (Bundesweites Forschungsnetz Angewandte Surveillance und Testung) des Nationalen Forschungsnetzwerks der Universitätsmedizin (NUM), welches durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Gemeinsam mit dem Heidelberger Unternehmen HealthVision und wissenschaftlich begleitet durch die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, die Teil des Forschungsnetzwerks ist, hat Gesundes Kinzigtal dieses Projekt unter dem Namen CoviSecure weiterentwickelt. Dr. Christoph Löschmann, Geschäftsführer von Gesundes Kinzigtal sieht in dieser Kooperation Vorteile für alle Partner: „Wir stehen über diese Zusammenarbeit auch mit B-FAST in enger Verbindung und geben unsere regional gewonnenen Erfahrungen an das Netzwerk weiter.“

Ziel von CoviSecure ist es durch die Kombination von regelmäßigen Tests, dem Online-Fragebogen und der Software Kiprosper von HealthVision asymptomatisch verlaufende Infektionen bei Beschäftigten frühzeitig zu erkennen und das Risiko eines unkontrollierten Ausbruchs zu minimieren. „Nicht die komplette Belegschaft wird täglich getestet“, erläutert die Projektleiterin auf Seiten von Gesundes Kinzigtal. Anhand von Kriterien die den Arbeitsplatz, das Tätigkeitsfeld, den Weg von und zur Arbeitsstätte sowie individuelle Faktoren wie Erkrankungen erfassen, werden innerhalb des Unternehmens Risikogruppen gebildet und entlang einer mit dem Unternehmen abgesprochenen Strategie getestet. „Im Ergebnis kann das zu einer erhöhten Testung oder aber auch zu einer Umgestaltung des Arbeitsumfeldes oder der Arbeitsabläufe führen. “Mit CoviSecure geben wir den Unternehmen eine Entscheidungshilfe zur Hand“, sagt Janina Stunder. Wichtig sei vor allem, dass Unternehmen damit ein Werkzeug haben, das sowohl die die Sicherheit der Arbeitnehmer an ihrem Arbeitsplatz erhöht und gleichzeitig den Betrieb am Laufen hält. Ein weiteres Plus: Die im CoviSet enthaltenen Gurgeltests sind einfach anzuwenden, benötigen kein ausgebildetes Personal und sind keine 24 Stunden später ausgewertet. Andere Tests sind aber genauso möglich und im CoviSecure Konzept kombinierbar.

Professor Dr. med. Joachim E. Fischer, Direktor des Mannheimer Instituts für Public Health, Sozial- und Präventivmedizin (MIPH), hat CoviSecure mitentwickelt. Am Montag, den 18. Januar 2021, informiert er in einer Online-Veranstaltung über das Konzept und die wissenschaftlichen Hintergründe. Zugangsdaten dazu sind bei Gesundes Kinzigtal (07831/966670) erhältlich. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr.

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