Der Lockdown im Frühsommer hat Deutschland schwerer werden lassen: Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts (Quelle) haben die Bundesbürger im Schnitt 1,1 Kilogramm mehr auf den Rippen als im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor. „Das wundert mich nicht“, sagt dazu Vanina Kienzle. Die Gesundheitspädagogin aus Zell am Harmersbach weiß, dass es viele Gründe gibt, die hinter einer Gewichtszunahme stehen; aber es gibt auch Rezepte dagegen. „Wir sollten viel stärker auf unseren Körper hören und versuchen, ihn zu verstehen“, bringt es die 26-Jährige auf den Punkt, die dazu bereits ein Fachbuch „Mindset statt Sit-ups“ veröffentlicht hat. In ihren gleichnamigen Kursen vermittelt die Gesundheitspädagogin einfache Werkzeuge und Hintergrundwissen dazu. Am Montag, 8. Februar, beginnt in Zusammenarbeit mit Gesundes Kinzigtal ein Online-Kurs, der die Teilnehmer über ein halbes Jahr begleitet.

“Ungesund essen ist nicht das eigentliche Problem” - Vanina Kienzle (Gesundheitspädagogin)

Dabei geht es vor allem um den bewussten Umgang mit Speisen: „Es mag eine platte Weisheit sein, doch Essen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme“, erläutert die Expertin. Vollmilchschokolade oder Reiswaffel, Sushi oder Cordon Bleu: Lebensmittel oder Speisen wecken Emotionen, schaffen Bilder im Kopf oder rufen Erinnerungen herauf. Dementsprechend tragen diese Speisen nicht nur zur Energiezufuhr durch Kalorien bei, sondern können uns auch emotional stärken. Im Umkehrschluss ist damit oft die Hoffnung verbunden, diese Emotionen wieder zurückkehren zu lassen. „Es geht dann beim Essen nicht in erster Linie darum, den Hunger zu stillen, sondern Sehnsüchte zu erfüllen“, schildert es Vanina Kienzle. Ihr Fazit: „Ungesund zu essen ist nicht das Problem, sondern ein Symptom.“ Und dagegen lasse sich etwas tun.

 

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