Der deutsche Leuchtturm heißt Gesundes Kinzigtal

Prof. Dr. Wolfgang Hoffmann, Versorgungsforscher der Uni Greifswald, erklärt in einem Interview  mit dem Thieme Verlag, wie man die Weichen für neue Formen der Versorgung stellen könnte. Dabei lobt er Gesundes Kinzigtal als Leuchtturmprojekt der Populationsmodelle. Diese Versogungsform, bei dem die  Akteure sektorenübergreifend arbeiten und die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung eines Gebietes übernehmen, werden in der Zukunft in Deutschland populär werden, da sind sich Experten sicher. Doch wann das im größeren Stil der Fall sein wird, darauf weiß niemand so recht eine Antwort. Auch Gesundes Kinzigtal hat Jahre gebraucht, bis es sich in dieser Form etabliert hatte und rechnete. Bis dahin „sind fast 10 Jahre ins Land gegangen – das war Kärrnerarbeit gegen erhebliche Widerstände auf fast allen Ebenen. So etwas erfordert viel Kraft und Überzeugung und deshalb sind solche Projekte auch nicht überall populär“, erklärt Prof. Hoffmann.

Das gesamte Interview mit Prof. Hoffmann finden Sie hier.

Wechsel in der Geschäftsführung

In der Geschäftsführung von Gesundes Kinzigtal steht ein Wechsel an: Dr. h. c. Helmut Hildebrandt übergibt die Geschäftsführungsverantwortung nach 13 Jahren erfolgreicher Tätigkeit.  Nachfolger sind der stellvertretenden Vorstandsvorsitzende der OptiMedis AG Dr. phil. Alexander Pimperl und die Allgemeinärztin Dr. med. Brigitte Stunder. „Ich freue mich sehr, dass mit dem neuen Duo die engagierte und erfolgreiche Fortsetzung der guten Arbeit im Kinzigtal gewährleistet wird“, erklärt Hildebrandt.

Mit Brigitte Stunder tritt ein Mitglied des Gesellschafters Medizinisches Qualitätsnetz Ärzteinitiative Kinzigtal MQNK e.V. in die Geschäftsführung ein. Sie ist niedergelassene Allgemeinärztin in Zell am Harmersbach und langjährige Vorsitzende des Ärztlichen Beirats der Gesundes Kinzigtal GmbH. Dr. Alexander Pimperl ersetzt Dr. h. c. Helmut Hildebrandt. Er ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender der OptiMedis AG.  Seit Gründung von Gesundes Kinzigtal ist er mit  Planung und Umsetzung vertraut. Unterstützt werden die beiden Geschäftsführer durch die Abteilungsleiterinnen Gwendolyn Schmitt, Janina Stunder und Saskia Hynek

Die Gesellschafter der Gesundes Kinzigtal GmbH bedanken sich bei Helmut Hildebrandt für den geleisteten Einsatz der notwendig war, um das Projekt so erfolgreich zu machen. Martin Wetzel, Vorsitzender des MQNK: „Mit Dr. Hildebrandts Ablösung endet eine kreative und erfolgreiche Ära. Seine Entscheidung sehe ich deshalb mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Ich bin überzeugt, dass sein künftiges überregionales Engagement auch neue Impulse für die Arbeit im Kinzigtal bringen und mit dem neuen Geschäftsführerduo die Arbeit der GmbH erfolgreich fortgesetzt wird.“

Hildebrandt wird die freiwerdende Zeit nutzen, um die Integrierte Versorgung in anderen Regionen Deutschlands und im europäischen Ausland noch intensiver voranzutreiben. Der Abschied von seiner Geschäftsführungsrolle wird am 21. November 2018  gefeiert.

Starke Kinder Gesundheitswoche war voller Erfolg

Immer mehr Kinder bringen zu viel auf die Waage. Aus diesem Grund bot Gesundes Kinzigtal das dritte Jahr in Folge die „Starke Kinder Gesundheitswoche“ an. In dieser Woche geht es nicht darum, ein, zwei oder drei Kilogramm abzunehmen. Im Mittelpunkt steht eine Trendumkehr.

Während der Gesundheitswoche für starke Kinder erfahren die Teilnehmer gemeinsam, was sie ändern sollten, um ihr Gewichtlangfristig zu verändern und zu halten. Dabei soll nicht nur  Körperwahrnehmung und Selbstbewusstsein steigen, sondern auch der Spaß an gesunder Ernährung und Bewegung. Der Kurs ist angelehnt an das Freiburger Interventionsprogramm für übergewichtige Kinder (Fitoc).

An der Gesundheitswoche haben 11 Kinder (2 Jungen und 9 Mädchen) im Alter zwischen  8-13 Jahren teilgenommen. Am ersten Vormittag wurden die Kinder unter der Leitung von Frau  Prof. Dr. Korsten-Reck gewogen und gemessen. Der Tag begann immer mit einem gemeinsamen Frühstück, gefolgt von einer Bewegungs- und Ernährungseinheit. Von 12-14 Uhr wurde gemeinsam gekocht, gegessen und aufgeräumt. Die Tage gingen immer mit einer weiteren Bewegungseinheit und einer Blitzlichtrunde (Reflexionsrunde) zu Ende.

Die Eltern wurden am ersten und am letzten Tag mit einbezogen. Das Feedback der Kinder und Eltern  zur Starken Kinder Gesundheitswoche war sehr gut, sie würden sich auch über ein weiterführendes Bewegungsprogramm freuen. Die Familien haben während der Woche schon vieles im Alltag umgestellt und die Eltern wollen auch in Zukunft das Thema Ernährung und Bewegung mit ihren Kindern gemeinsam besser umsetzen. Langfristig, das war ebenfalls ein Wunsch der Teilnehmer,  sollen die Kinder einmal im Quartal zu einem Nachsorgetermin zu Gesundes Kinzigtal kommen.

Unterstützt wurde die Gesundheitswoche durch Edeka Bruder, der die Lebensmittel für das gemeinsame Frühstück und Mittagessen zur Verfügung stellte.

Delegation aus Ukraine informiert sich über Gesundes Kinzigtal

Anfang August besuchte eine hochkarätig besetzte Delegation aus der Ukraine Gesundes Kinzigtal. Angeführt wurde sie von My­kola Baksheev, Bürgermeister der 30.000 Einwohner zählenden Stadt Pjerwomaiske in der Region Charkiv, Tetyana Gavrysh, Honorarkonsulin und Rechtsanwältin in der Stadt Charkiv, sowie Elena Reshetnyak, der Vorsitzenden der Reformgruppe.

Hintergrund des Besuchs war, dass die Ukraine vor einer großen Gesundheitsreform steht und sich Gesundes Kinzigtal als funktionierendes Leuchtturmprojekt im Detail anschauen wollte. Finanziert wurde die Studienreise durch die GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit), die die Entwicklungshilfe der Bundesregierung umsetzt. Drei Tage lang ging es bei Gesundes Kinzigtal um die Umsetzung einer verbesserten Gesundheitsversorgung. Die Teilnehmer bekamen tiefe Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Bereiche wie die Gesundheitsakademie, den Kursbereich gesund+aktiv, die Versorgungsprogramme, die Arbeit der Ärzte, Krankenhäuser und Pflegeheime im Netzwerk, EU-Projekte, die Beratung Meine Gesundheit und vieles mehr. Wir sind gespannt, welche Beispiele im Anschluss in den Aufbau einer modernen Gesundheitsversorgung für die Ukraine einfließen werden.

Die Schwarzwälder Post berichtete über den Besuch.

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