Gesundes Kinzigtal als Beispiel für gelungenes Versorgungsmodell

Alle Staaten in Europa suchen nach Lösungen, um ihre Gesundheitsversorgung besser zu gestalten - im Hinblick auf Patientensicherheit, Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit. Im Projekt JADECARE (Joint Action on implementation of Digitally Enabled integrated person-centered care | jadecare.eu) werden nationale und regionale Ansätze vorgestellt und Best-Practice-Beispiele untersucht.

Die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal, die seit mehr als 15 Jahren erfolgreich arbeitet, genießt bei der EU einen hohen Stellenwert als Lösungsansatz. Daher nutzte die Projektgruppe einen mehrtägigen Workshop in Straßburg Anfang Juli unter der Leitung von Caroiine Schuster von der Euroregion Straßburg und Dr. Manfred Zahorka von der OptiMedis AG für einen Besuch in Hausach. Vertreterinnen und Vertreter aus Dänemark, Slowenien, Belgien, Estland und Frankreich - zusätzlich einer Delegation aus der Region Elsaß ließen sich von Geschäftsführer Dr. Christoph Löschmann und Madeleine Renyi, Verantwortliche für den digitalen Austausch im Netzwerk, auf den neuesten Stand bringen und die Hintergründer von Gesundes Kinzigtal erläutern.

“Dieser Arbeitsbesuch zeigt, wie wichtig und zukunftsorientiert unsere Arbeit ist”, sagte Dr. Christoph Löschmann im Anschluss an den Besuch. Der Austausch mit den europäischen Regionen verdeutliche darüber hinaus, dass viele Herausforderungen - trotz Landesgrenzen und unterschiedlicher Gesundheitssysteme - ähnlich gelagert sind. “Umso wichtiger ist es, dies gemeinsam zu diskutieren und voneinander zu lernen. Für uns ergeben sich durch den Austausch ebenfalls neue Ideen oder Herangehensweisen”, lobte der Geschäftsführer die europäische Zusammenarbeit.

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St. Gallus wird BGM-Netzwerkpartner

Gesundheit spielt im Seniorenzentrum St. Gallus in Zell am Harmersbach eine zentrale Rolle. „Das gilt sowohl für unsere Pflegekräfte als auch für die Menschen, die wir betreuen dürfen“, sagt Michael Schlosser. Um das Wohlergehen der Bewohnerinnen und Bewohner kümmert sich das Team des Seniorenzentrums. „Als Arbeitgeber ist es uns daher ein Anliegen, unsere rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesundheitlich zu stärken – und mehr. Es geht auch darum, ihnen ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen“, sagt der geschäftsführende Heimleiter. Das Seniorenzentrum St. Gallus hat sich daher dem regionalen Netzwerk Gesunde Betriebe Kinzigtal angeschlossen.

Mehr dazu erfahren Sie in der verlinkten Presseinformation.

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Spende für Frühgeborenen-Abteilung

Eine Spende von 1000 Euro haben Dr. med. Dörte Tillack für das Ärztenetzwerk MQNK und Dr. Christoph Löschmann für Gesundes Kinzigtal kürzlich an den Verein zur Förderung der Klinischen Kinderheilkunde in Offenburg übergeben. Dr. med. Martina Bregler, dessen Vorsitzende, nahm die Spende entgegen und bedankte sich für die Unterstützung. Der Förderverein wird das Geld nutzen, um ein modernes Pasteurisiergerät für die Frühgeborenen-Abteilung zu finanzieren, erläuterte sie.

Der Hintergrund: Kinder brauchen viel Kraft und Energie. Muttermilch enthält alle wichtigen Nährstoffe, ist leicht zu verdauen und damit perfekt für den Säugling. “Doch viele Frühgeborenen sind zu schwach, um direkt an der Mutterbrust zu trinken”, sagte Dr. Martina Bregler. Bevor jedoch abgepumpte Muttermilch genutzt werden darf, muss sie pasteurisiert werden. Zwar stehe dafür an der Kinderklinik in Offenburg ein Pasteurisiergerät zur Verfügung, das jedoch modernen Anforderungen nicht mehr genügt.

Der Förderverein unterstützt daher den Kauf eines neuen Geräts – und erhält dafür jetzt eine gemeinsame Spende über 1000 Euro von Gesundes Kinzigtal und dem Ärztenetz MQNK. Deren Vorsitzende Dr. med. Dörte Tillack verwies anlässlich der Übergabe in Hausach auf die Bedeutung von Muttermilch für Frühgeborene und darauf hin, dass „die damit verbundene Problematik vielen nicht so bewusst ist“. Umso wichtiger sei es, hier zu helfen.

Ähnlich äußerte sich Dr. Christoph Löschmann, Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal GmbH: „Wir unterstützen das Vorhaben sehr gern, und möchten aber darüber hinaus mithelfen, Angebote für die Region zu schaffen, die das Risiko einer Frühgeburt reduzieren.“ Das MQNK sei da ebenfalls im Boot, bestätigte Dr. Dörte Tillack.

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Plädoyer für integrierte Versorgung

Die Gesundheitsversorgung in der Bundesrepublik könnte besser und effektiver sein: Dieser Herausforderung stelle sich die Bundesregierung, verdeutlichte Professor Armin Grau anlässlich des Hauptsstadtkongresses im Juni 2022. Der Neurologe ist Bundestagsabgeordneter der Grünen und Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestags.

Prävention und Gesundheitsförderung sollten einen deutlich höheren Stellenwert erhalten. Grau plädierte dafür, alle Kostenträger für ein populationsorientiertes Arbeiten ins Boot zu holen. Genau diesen Ansatz der “populationsorientierten Versorgung” verfolgt Gesundes Kinzigtal erfolgreich seit mehr als 15 Jahren. Darauf verwies in der Diskussion zum Thema “Integrierte Versorgung 2.0” Dr. hc. Helmut Hildebrandt, Vorstandvorsitzender der OptiMedis AG. Es gebe daher in Deutschland genügend Projekterfahrung und Wissen, so der Versorgungsexperte aus Hamburg. Er frage sich, warum es angesichts erfolgreicher Projekte wie “Prosper”, das von der Knappschaft initiiert wurde, oder Gesundes Kinzigtal, “eine fragmentierte Behandlung wie in der Regelversorgung überhaupt noch existiere”, bringt es die Deutsche Ärztezeitung auf den Punkt.

Hildebrandt war bis 2018 Geschäftsführer der Gesundes Kinzigtal und begleitet heute über die OptiMedis AG als Mitgesellschafterin die Arbeit des Gesundheitsnetzes. Seit 2019 leitet Dr. Christoph Löschmann die Geschäfte des Pioniers in Sachen Integrierte Versorgung.

ARTE blickt auf Gesundes Kinzigtal

Die großen Tech-Firmen aus den USA haben sich Großes vorgenommen: Die Stiftung von Mark Zuckerberg wolle bis zum Ende des Jahrhunderts „alle Krankheiten ausrotten“, und Apple behauptet, sein wichtigster Beitrag für die Menschheit werde die Gesundheit sein, beschreibt es David Carr-Brown. Der Filmemacher geht in seiner Doku “Praxis Dr. Zuckerberg - Gesund mit Algorithmen?” für ARTE der Frage nach, ob Technologie den Arzt ersetzen kann? Und er fragt, wie die Auswertung medizinischer Daten mit Hilfe künstlicher Intelligenz die Medizin verändert?

Bei seiner Recherche war der Brite im Sommer 2019 auch im Kinzigtal aktiv. Gefilmt hat er sowohl bei Gesundes Kinzigtal als auch in der Praxis am Bärenplatz in Hornberg. Erstmalig ausgestrahlt wurde der Beitrag Ende April 2022, jetzt ist die knapp anderthalb Stunden lange Dokumentation zumindest bis zum 23. August 2022 in der ARTE-Mediathek zu finden.

Gesundes Kinzigtal auf dem BMC-Kongress

Auf dem BMC-Kongress des Bundesverbands Managed Care in Berlin werden jährlich die Weichen für politische Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung diskutiert, Innovationen präsentiert und wissenschaftlich fundiertes Wissen rund um das Thema Managed Care ausgetauscht. Der Kongress findet vom 19. bis 20. Mai 2022 im Langenbeck-Virchow-Haus als auch digital statt. “Das Programm schürt bereits jetzt die Vorfreude auf zwei spannende Tage”, sagt Geschäftsführer Dr. Christoph Löschmann.

Neben Dr. Christoph Löschmann werden Lisa Dreyer, Projektmanagerin Gesundheitsförderung und Integrierte Versorgung, und Nathalie Haas, Projektmanagerin Integrierte Versorgung und Qualitätsmanagement, teilnehmen. Sie beantworten gern alle Fragen rund um die Integrierte Versorgung Gesundes Kinzigtal, die Ziele und zu der Vernetzungssoftware elpax. Diese unterstützt die Zusammenarbeit innerhalb von Arztnetzen - unabhängig vom eingesetzten Praxisverwaltungssystem. Mehr Information zu elpax - der Gemeinschaftsentwicklung von Gesundes Kinzigtal und axaris – finden Sie hier.

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