Bildschirmzeit kontrollieren

Augen brauchen Erholung

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Tablet, Smartphone, Fernseher: Wie viel Bildschirmzeit ist für Kinder eigentlich unbedenklich – und welche Auswirkungen hat das auf deren Gesundheit? Eine Frage, mit der sich nicht nur Eltern beschäftigen.

Wie viel Bildschirmzeit ist für Grundschulkinder okay? Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) empfiehlt für Sechs- bis Neunjährige höchstens 30 bis 45 Minuten Freizeit-Bildschirmzeit täglich. Zum Vergleich: Bei jüngeren Kindern rät die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch strenger – Babys sollten ganz ohne Bildschirme auskommen, Zwei- bis Vierjährige höchstens eine Stunde täglich an Tablet oder Smartphone verbringen. Mit Schuleintritt kommen oft zusätzliche Bildschirmzeiten für Hausaufgaben hinzu. Das sei ein Grund, Lern- und Freizeit am Bildschirm bewusst zu trennen, raten die Verantwortlichen.

Für die Gesundheit der Augen zählt vor allem die Dauer: Eine koreanische Meta-Analyse mit über 335.000 Kindern hatte 2024 gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und Kurzsichtigkeit (Myopie) gibt. Das Risiko für Kurzsichtigkeit steige mit jeder zusätzlichen Stunde Bildschirmzeit – bei Acht- bis 18-Jährigen um rund zwölf Prozent pro Stunde, bei jüngeren Kindern (2 bis 7 Jahre) sogar um 42 Prozent, beschreibt es der Deutsche Apothekerverlag mit Verweis auf die Studie. Grundschulkinder liegen an der Schwelle zwischen diesen Gruppen, weshalb regelmäßige augenärztliche Kontrollen beim Schulstart aus Sicht der Verantwortlichen sinnvoll sind.

Und auch der Schlaf leidet: Das BIÖG rät, während der Mahlzeiten und mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen ganz auf Bildschirme zu verzichten – feste, gemeinsam vereinbarte Bildschirmzeiten helfen Grundschulkindern, einen gesunden Rhythmus zu finden.