Schatten statt Sonne

Die Haut möchte geschützt werden

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Unsere Haut ist vielen Einflüssen ausgesetzt: Hitze, Sonnenstrahlung, Kälte, Staub, Wasser und Reinigungsmitteln. Hautschutz spielt daher in der Prävention eine wichtige Rolle. Gerade im Sommer!

Sonne macht gute Laune – keine Frage. Aber sie hat auch eine unsichtbare Seite! Den sichtbaren Teil der optischen Strahlung nehmen wir mit den Augen wahr, die einhergehende Infrarot-Strahlung spüren wir als Wärme. Die ultraviolette Strahlung, kurz UV-Strahlung, ist auch ein Teil des Sonnenlichts. Wir können sie mit unseren Sinnen nicht wahrnehmen.

Konkret sind es zwei Arten von UV-Strahlen, die uns betreffen: UVA-Strahlen dringen tief in die Haut ein, fördern die Hautalterung und schädigen das Bindegewebe. UVB-Strahlen hingegen sind für Sonnenbrand verantwortlich und gelten als Hauptauslöser von Hautkrebs. Beide zusammen schwächen die natürlichen Reparaturmechanismen der Haut. Das kann sich über die Jahre summieren, heißt es in einem Beitrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) zu "UV-Strahlung und Haut".

Hautkrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung überhaupt. Rund 280.000 Menschen erkranken jährlich neu daran, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). Hautschutz ist daher ein wichtiger Aspekt der Prävention. Deshalb empfehlen viele Dermatologen heute einen Lichtschutzfaktor (LSF) von mindestens 30. Im Sommer sei ein LSF von 50 besser - und zwar nicht nur am Strand oder Freibad, sondern auch im Alltag, schreibt die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG). Das liegt an der UV-Belastung in Mitteleuropa. Die habe in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen.

Wissenschaftler der Uni Tübingen haben herausgefunden, dass selbst bei einem bewölkten Himmel bis zu 90 Prozent der UV-Strahlen die Haut erreichen. "Helle Oberflächen wie Wasser, Sand oder Schnee reflektieren die UV-Strahlung und können sie dadurch sogar verstärken".

Gute Hautpflege im Sommer bedeutet also: morgens eincremen, nach dem Schwimmen wiederholen, und mittags – zwischen 11 und 15 Uhr – lieber im Schatten bleiben. Klingt nach Aufwand, ist aber schnell zur Gewohnheit geworden. Und die Haut dankt es – heute und in vielen Jahren.