Zum Weltfrauentag
Zyklusorientierte Ernährung
Aufgrund der hormonellen Schwankungen im Zyklusverlauf, ändert sich der Nährstoffbedarf. Dieser Umstand ist in den vergangenen Jahren verstärkt ins Bewusstsein gerückt. Mit einer zyklusbasierten Ernährung sowie dem entsprechenden Aktivitätsprofil, sollen Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit mit dem biologischen Rhythmus des weiblichen Körpers in Einklang gebracht werden.
Der Menstruationszyklus wird von komplexen hormonellen Wechselwirkungen gesteuert, insbesondere durch Östrogen, Progesteron sowie luteinisierende und follikelstimulierende Hormone. Diese hormonellen Veränderungen beeinflussen Energielevel, Stoffwechsel, Stimmung und Regenerationsfähigkeit – Faktoren, die in klassischen Trainings- und Ernährungsprogrammen für Frauen lange kaum berücksichtigt wurden.
Expertinnen wie Ernährungswissenschaftlerin Frances Weber weisen darauf hin, dass sich der Nährstoffbedarf im Verlauf des Zyklus aufgrund der hormonellen Schwankungen verändert. Während der Menstruationsphase kann beispielsweise eine erhöhte Zufuhr von Eisen und entzündungshemmenden Nährstoffen wie Omega-3-Fettsäuren unterstützen. In der sogenannten Lutealphase können komplexe Kohlenhydrate, Magnesium und Vitamin B6 helfen, typische PMS-Symptome abzufedern. Und während des Eisprungs, der Ovulationsphase, eignen sich Nüsse, Hülsenfrüchte sowie Eier und Kartoffeln. Entscheidend ist laut Frances Weber, die mit "Eine Frage der Phase" ein Buch zum Thema veröffentlicht hat, jedoch, die Bedürfnisse des Körpers bewusst wahrzunehmen und flexibel auf die hormonell bedingten Veränderungen einzugehen.
Auch im Sport spielt der Zyklus eine Rolle: So hat zyklusorientiertes Training im Breiten- wie im Leistungssport an Bedeutung gewonnen. Erste Studien und Erfahrungsberichte weisen darauf hin, dass eine an den Zyklusphasen orientierte Trainingsplanung das Wohlbefinden steigern und die Leistungsfähigkeit verbessern kann. Sportpsychologinnen betonen, dass Hormone wie Östrogen und Progesteron direkten Einfluss auf Energiehaushalt, Immunsystem und Stoffwechsel haben – und damit auch auf Trainingsergebnisse und Regeneration. Insbesondere in der Follikel- und Ovulationsphase berichten viele Frauen von gesteigerter Leistungsfähigkeit, während in der Lutealphase sanftere Trainingsreize sinnvoll sein können.
Zahlreiche Seiten im Netz geben zu diesem Thema weiterführende Informationen wie