Neues Projekt gestartet
Mehr Gesundheit in der Schule
Die Graf-Heinrich-Grundschule-Schule in Hausach will Gesundheit stärker in den schulischen Alltag integrieren. Das geschieht seit April: Da startete das Förderprojekt „Gesund durch den Schulalltag – stark fürs Leben“. Als Koordinatorin dabei: Gesundes Kinzigtal.
Das Ziel des auf drei Jahre angelegten Vorhabens ist klar, sagt Gesundheitsförderin Janina Stunder von Gesundes Kinzigtal: „Wir wollen Gesundheit nicht als etwas Besonderes darstellen, sondern sie integrieren und zum Bestandteil der Lebenswelt Schule machen.“ Entstehen soll eine gesundheitsförderliche Schule. Dieser Ansatz sei es auch gewesen, der die Lehrkräfte und Verantwortlichen der Schule überzeugt habe, sagt Steffen Bach, Zweiter Konrektor. Deren Bereitschaft sei entscheidend, weil das Vorhaben auf alle Bereiche des Schulbetriebs wirke: „So ein Projekt umzusetzen geht nur, wenn alle mitziehen.“
„Gesund durch den Schulalltag – stark fürs Leben“ ist umfassend angelegt, um so viele Handlungsfelder wie möglich abzudecken. Warum das so ist, erläutert Janina Stunder: „Kinder wachsen in einer Lebenswelt auf, die von sehr unterschiedlichen Herausforderungen, Reizen und Belastungen geprägt ist. Das nehmen sie mit in ihren Schulalltag, der noch mal ganz andere Anforderungen an sie stellt.“ Ob zu hoher Medienkonsum, eine einseitige Ernährung, Bewegungsmangel oder familiäre Belastungen – „sie alle wirken sich auf ein Kind aus. Dazu beginnt mit der Schule ein neuer Lebensabschnitt.“ Nicht alle Kinder seien in der Lage, mit diesen Herausforderungen umzugehen. „Ob das so ist, sieht man nicht auf den ersten Blick.“ Deshalb geht es den Verantwortlichen der Graf-Heinrich-Schule um einen weitgefassten Gesundheitsbegriff. „Ziel ist es, Kinder frühzeitig in ihrer körperlichen, emotionalen und mentalen Gesundheit zu stärken“, fasst es Konrektor Steffen Bach zusammen. Um diesen umfassenden Anspruch umsetzen zu können, sind auch Eltern und Lehrkräfte angesprochen.
Bis zu den Sommerferien 2026 geht es nun darum, Meilensteine und Ziele zu definieren, Arbeitsgruppen zu bilden, Kooperationspartner zu finden sowie einen Maßnahmenplan zu formulieren. Dazu gehört auch die Kommunikation mit den Eltern, um sie zu sensibilisieren und für das Thema zu begeistern. Dann steht auch erst fest, welche konkreten Kurse und Workshops die Schülerinnen und Schüler, aber auch die Lehrkräfte im Verlauf der kommenden Schuljahre erleben dürfen. „Kochkurse, Bewegungsangebote, Mentoring oder Gesundheitstage sind mögliche Bausteine“, erläutert Projektkoordinatorin Janina Stunder.
„Wir wollen diese drei Jahre nutzen, um die Grundlagen für eine gesundheitsförderliche Schule zu schaffen, die sich selbst trägt“, sagt Steffen Bach. „Gesund durch den Schulalltag – stark fürs Leben“ wird von der Techniker Krankenkasse (TK) bis zu den Sommerferien 2029 gefördert. Die Organisation und Koordination liegen bei der Gesundes Kinzigtal GmbH.