Start des Pretests im Projekt Hilfe in Sicht

Welttag der Pflege

Forschung

Der Internationale Tag der Pflege, auch Welttag der Pflegenden genannt, wird jedes Jahr am 12. Mai gefeiert. Das Datum erinnert an den Geburtstag von Florence Nightingale, der Begründerin der modernen Krankenpflege. An diesem Tag wird die bedeutende Arbeit aller Menschen gewürdigt, die täglich Verantwortung in der Pflege übernehmen. Wir möchten in diesem Zusammenhang auch die nicht professionelle Pflege noch einmal in den Vordergrund rücken.
Gerade die familiäre und nicht professionelle Pflege ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft. Pflegende Angehörige leisten oftmals über viele Jahre hinweg einen wertvollen Beitrag, der häufig im Hintergrund geschieht und dennoch von großer Bedeutung für Betroffene und das Gesundheitssystem ist. Die Anzahl der Pflegebedürftigen in Deutschland liegt laut statistischem Bundesamt bei ca. 5,7 Millionen (2023).

Die Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Pflege zählt für pflegende Angehörige in Deutschland zu den größten Herausforderungen. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung hervor, die im Auftrag des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) durchgeführt wurde. Für den aktuellen WIdOmonitor „Zur Lage pflegender Angehöriger - Ergebnisse einer bundesweiten Befragung unter Berücksichtigung regionaler Unterschiede" wurden rund 1.500 pflegende Angehörige unterschiedlicher Pflegegrade befragt. Viele der pflegenden Angehörigen sind berufstätig, haben aber ihre Arbeitszeit wegen der Übernahme von Pflegeaufgaben reduziert. Zudem zeigt die Umfrage, dass nahezu die Hälfte der pflegenden Angehörigen mit Voll- oder Teilzeitbeschäftigung (46,9 Prozent) ihren Alltag als stark körperlich und psychisch belastend empfindet.

Im Rahmen unseres Forschungsprojektes "Hilfe in Sicht" beschäftigen wir uns besonders mit dieser Thematik und unterstützen hierbei gezielt die pflegenden Angehörigen.

Haben Sie Patienten oder Patientinnen in Ihrer Praxis die eine Person zuhause Pflegen und noch Schwierigkeiten mit dieser Situation haben? Dann gehen Sie gerne auf unsere Gesundheitslotsinnen zu, diese können im Rahmen des Forschungsprojekts unterstützend tätig werden.

Weitere Informationen zum Projekt Hilfe in Sicht (HiS) und allen beteiligten Partnern finden Sie auf der Projektwebseite: