Vor allem in Risikogebieten

Zecken - eine Impfung schützt vor FSME

Infos & Tipps

Ganz Baden-Württemberg gilt als FSME-Risikogebiet. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute, die durch Viren hervorgerufen wird. Auf den Menschen übertragen wird das Virus in erster Linie von Zecken.

Laut Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) gibt es nur zwei Wege, um sich vor einer Infektion mit FSME zu schützen: Entweder vermeidet man, von einer Zecke gestochen  zu werden, oder man lässt sich impfen. Zwar sind Zecken in warmen Monaten häufiger anzutreffen, doch schon bei Temperaturen über 5° Grad sind sie aktiv. "Sie halten sich meist im Unterholz oder Gebüsch sowie in hohen Gräsern und losem Laub auf. Von dort werden die Zecken von einem Menschen oder Tier im Vorbeigehen unbemerkt abgestreift. Meist laufen Zecken noch eine Weile auf dem Körper oder der Kleidung herum bis es zum Stich kommt", heißt es auf infektionsschutz.de, einer Info-Seite des BIÖG). Daher sollte, wer im Freien unterwegs ist, lange Hosen, geschlossene Schuhe und klangärmelige Oberteile tragen. Anti-Zecken-Mittel können zumindest kurzfristig ebenfalls Schutz bieten.

Umgangssprachlich wird vom Zeckenbiss gesprochen, doch medizinisch korrekt stechen sie: "Der biologische Mechanismus mit dem die Zecke bei Tieren und Menschen Blut entnimmt kommt eher einem 'Stechen' als einem 'Beißen' nahe. Der Begriff Zeckenstich hat sich in den letzten Jahren in der deutschsprachigen wissenschaftlichen Literatur durchgesetzt", schreibt dazu das Robert-Koch-Institut.  

  • Suchen Sie im Anschluss an einen Aufenthalt in der Natur den Körper gründlich nach Zecken ab. Zecken bevorzugen möglichst geschützte Hautstellen. Suchen Sie deshalb besonders gründlich am Kopf und Haaransatz, hinter den Ohren, am Hals, unter den Achseln, in den Ellenbeugen, am Bauchnabel, in den Leisten, im Genitalbereich und in den Kniekehlen.  

In Risikogebieten wird die Impfung empfohlen

Das BIÖG erläutert auf seiner Seite infektionsschutz.de, dass in Risikogebieten eine Impfung in drei Fällen sinnvoll ist:

  • für Menschen, die sich viel draußen aufhalten (Eltern mit Kindern, Hundehalter, Wanderer, Sportler)
  • für Menschen über 40 Jahren, da bei ihnen das Risiko einer schwereren FSME-Erkrankung erhöht ist, und
  • für Menschen in Berufsgruppen, die draußen unterwegs sind (Förster, Land- und Forstwirte, Gärtner, Bauarbeiter)

Zum Aufbau eines Impfschutzes sind mehrere Impfungen erforderlich. Die ersten beiden FSME-Impfungen erfolgen im Abstand von ein bis drei Monaten, die dritte Dosis – je nach Impfstoff – nach fünf bis 12 Monaten. Danach ist eine erste FSME-Auffrischung nach drei Jahren, anschließend je nach Alter und Impfstoff alle drei bis fünf Jahre nötig, um einen zuverlässigen Schutz aufrechtzuerhalten, informiert die Seite zecken.de.

Sprechen Sie am besten Ihre Hausärztin oder Hausarzt an, wenn Sie Fragen haben. Mit dem Aufbau eines Impfschutzes kann jederzeit begonnen werden.